Die Grau Gehörnte Heidschnucke

Dieses mischwollige, silbergraue bis dunkelgraue Landschaf stammt vom Mufflon Sardiniens und Korsikas ab. Kopf und Beine sind unbewollt und schwarz. Beide Geschlechter haben Hörner, bei den Böcken formt sich das Gehörn zur Schnecke. Heidschnucken sind anspruchslos, widerstandfähig und zur Landschaftspflege besonders geeignet. Über dem weichen Unterfell schützt das grobe Haarkleid vor Witterungseinflüssen.

Die Schnucke wiegt etwa 50 kg. Böcke können 80 kg erreichen. Die Lämmer kommen im Frühling zur Welt. Eine Heidschnucke kann ca. 13 Jahre alt werden. Die Tragezeit der Muttertiere dauert 152 Tage. Die Lämmer, bei der Geburt noch schwarz, wiegen etwa 5 kg. Das Haar beginnt sich im Laufe des 1. Lebensjahres zu verfärben und nach der ersten Schur stellt sich die rassetypische graue Farbe ein. Ab der zweiten bis dritten Woche beginnt das Lamm feste Nahrung zu sich zu nehmen und wird damit zum Wiederkäuer.

Grau Gehörnte Heidschnucken

Das Fleisch der Heidschnucken hat einen besonders feinen, wildartigen Geschmack. Sicherlich ist hier auch die zur Verfügung stehende Nahrung ausschlaggebend. Wenn die Heidschnucke typgerecht versorgt wird, erhält man qualitativ hochwertiges Lammfleisch von kräftiger Farbe und mit feiner Marmorierung. Bei wenig Fett enthält Lammfleisch neben hochwertigem Eiweiß die lebensnotwendigen Vitamine B1, B2 und B11 sowie die Mineralstoffe Magnesium, Kalium, Zink, Phosphor und Eisen. Sein hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren macht es gut bekömmlich. Ein wertvoller Beitrag zur gesunden Ernährung. Und ein überaus Vielseitiger: Lammfleisch schmeckt gegrillt, gebraten, geschmort und gekocht – besonders wenn es mit frischen Kräutern und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird.

Die Moorschnucke (Weiße Hornlose Heidschnucke)

Die Moorschnucke – auch Weiße Hornlose Heidschnucke genannt – ist ein kleines mischwolliges Landschaf. Sie ist eng verwandt mit den anderen beiden Schnuckenarten. Ihr Name leitet sich aus ihrem usrprünglichen Einsatzgebiet ab, sie wurde hauptsächlich im feuchten Moorgebiet eingesetzt und kann mit den Bodenverhältnissen gut umgehen. Dort frisst das genügsame Schaf auch Heidekraut, Moorkräuter, Gräser und Birkenaufwuchs.

Moorschnucke

Moorschnucke

Die Moorschnucke ist weiß, beide Geschlechter tragen keine Hörner und der Kopf ist unbewollt oder mit einer Schaupe. Das Vlies ist grob und bedeckt den Körper in langen Wellen. Es eignet sich nicht für Kleidung. Die Beine und der kurze Schwanz sind unbewollt.

Der Brunstzyklus ist saisonal. Mutterschafe könne ein Körpergewicht von 40 – 45 kg erreichen, Böcke von 60 – 70 kg. Das Ablammergebnis liegt bei 110%. Das Fleisch der Schnucke hat einen wildähnlichen Geschmack und gilt als Delikatesse.

Die Weiße Gehörnte Heidschnucke

Die Weiße gehörnte Heidschnucke stammt von der Grauen gehörnten Heidschnucke ab.  Heidschnucken gehören zu den ältesten Schafrassen in Europa. Es sind ausgesprochen genügsame Tiere, die man schon seit Generationen auf kargen Böden und Heideflächen hielt.  Die Weiße gehörnte Heidschnucke fristet noch immer ein Schattendasein. Ihr sagt man nach, dass sie ein wenig anspruchsvoller an das Futterangebot sei als z.B. die Graue gehörnte Heidschnucke.

Weiße Gehörnte Heidschnucke mit Lämmern

Bei uns wird sie in der Landschaftspflege und auf den Streuobstwiesen eingesetzt. Die Weiße Gehörnte Heidschnucke hat ein weißes, mischwolliges Vlies ohne Abzeichen. Sie ist klein; die Muttern haben eine Widerristhöhe von 50 cm, die Böcke bis 60 cm. Entsprechend ist ihr Gewicht: Muttern 45 – 50 kg, Böcke bis 75 kg. Beide Geschlechter sind gehörnt. Die Böcke tragen schneckenförmige Hörner, bei den weiblichen Tieren sind sie nach hinten gebogen. Der Kopf ist fein und lang und hat eine keilartige Form. Die kleinen Ohren sind schräg nach oben gerichtet. Die Weißen gehörnten Heidschnucken sind saisonal brünstig. Im Oktober ist die Bockzeit. Die Lammungen erfolgen problemlos. Die Muttern weisen ausgesprochen gute Muttereigenschaften auf.

Weißer Gehörnter Heidschnuckenbock