Nach dem fulminanten Debüt im letzten Jahr hatte sich auch dieses Jahr Familie Aßmann in Sindersfeld bei Marburg wieder bereit erklärt ein Trial auszurichten.
Genau genommen sogar zwei Trials, einmal das QT Trial am 13./14. September und eine Woche später ein Trial für Klasse eins und zwei.
Die Mittelhessische Fangemeinde hat sich natürlich tierisch gefreut und extrem groß war der Ansturm auf die Startplätze.
Leider war es mir nicht möglich auch beim Trial für Klasse 1 und 2 anwesend zu sein, daher kann ich im folgenden „nur“ über das grandiose Trial der Klasse 3 berichten.
Und das war wirklich superschön.
Ralf hatte auch in diesem Jahr wieder seine Romanov Schafe zur Verfügung gestellt, selbige wurden diesmal durch Kreuzungslämmer ergänzt, zeigten sich aber genauso verblüffend homogen wie im letzten Jahr.
Offenkundig zeigte sich aber, dass das Romanov Schaf als solches eher zu den flüchtigen Schafrassen zu zählen ist. Die ausgesprochen gepflegten Damen bewiesen durchaus eigene Ideen und machten es hier und da sowohl Hund als auch Handler nicht ganz so einfach wie erwartet. Es galt die Damen nebst den weitaus entspannteren Lämmern vorsichtig auf „die Nase“ zu nehmen und mit genügend Abstand zielsicher über den durchaus anspruchsvollen Parcours zu lenken. Das gelang natürlich weitaus besser (und ich weiß an der Stelle genau wovon ich rede) mit dem sehr führigen und extrem gut zuhörenden, vielleicht etwas zurückhaltendem Hund. Etwaige Youngster mit vielleicht nicht ganz so vorsichtiger Herangehensweise beschleunigten die Damen ungünstig und verpassten dann gerne mal die Zielgeraden.
Es gab aber durchaus extrem schöne Läufe zu sehen, mit geraden Linien und sauber getroffenen Toren. Gerichtet über all das Treiben hat übrigens Jeanny Blügel und ihren scharfen Augen entging nichts.-)
Auch nicht das jähe Ende eines wirklich beeindruckenden Laufes mit extrem geraden Linien, tide Turns und sauberen Toren der leider durch mangelnde Erfahrung der Handlerin finsterlich beendet wurde. Lehrreich an der Stelle noch mal für alle zum mitschreiben: Man geht erst vom Pfosten weg WENN DIE SCHAFE IM SHEDDINGRING sind. Ich lass hier extra mal den Namen der Betroffenen weg, denn ich bin mir nicht sicher ob Anne schon ihren Fauxpas überwunden hat. Es war sooooo schade um den Lauf, denn der war wirklich hitverdächtig.
So oder so, es war ein wundervolles Trial, sicher nicht immer ganz einfache Schafe, aber in jedem Fall solche, die etwaige Fehler im Handling schnell verziehen. Das Wetter hat auch gepasst, dieses sollte eine Woche später in Klasse 1 und 2 wohl anders sein. Und natürlich ließ auch die Orga keine Wünsche offen.
An dieser Stelle also nochmals tausend Dank an Familie Aßmann für die Ausrichtung dieses extrem schönen Trials, es war ganz wundervoll in Sindersfeld und wir haben neben dem Trialen auch viel gelacht 😀 Die Stimmung hätte also auch kaum besser sein können.
Ganz lieben Dank, und hoffentlich bis nächstes Jahr. Ich persönlich wäre unheimlich gerne wieder zu Gast in Sindersfeld und würde mich über die Version 2015 sehr freuen.
Kai Haus
VierterZwW